War es ein Wunder, dass ich in der Nacht furchtbar schlecht schlief und auch noch vor dem ins Bett gehen vergessen hatte, im Mini-Fit duschen zu gehen?
Also musste ich am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe los...

...um noch rechtzeitig vor meinem Dienstbeginn zu duschen.

Zum Glück schaffte ich es noch rechtzeitig ins Polizeirevier.

Während des Tages beschloss ich, dass ich mehr für meine Karriere bei der Polizei tun musste; der merkwürdige Sim hatte mir richtig Angst eingejagt und ich dachte,
dass ich mich sicherer fühlen würde, wenn ich mehr Polizei-Erfahrung haben würde. Aber um bei der Polizei aufsteigen zu können, musste ich Logik lernen - ich brauchte also jemanden,
der mir Schachspielen beibrachte
Nach dem Dienst ging ich in den Park, in der Hoffnung, dort einen Sim zu treffen, der sich meiner erbarmen würde - und tatsächlich, der stille und kluge Felix war da!

Er war bereit, mir die grundlegenden Dinge beizubringen.

Ich erklärte ihm, dass ich, wenn ich Logik lernen würde, endlich mehr verdienen würde. Meine wahren Beweggründe behielt ich für mich - obwohl ich mehr Geld natürlich auch sehr gut brauchen konnte.

Nachdem wir eine kleine Weile gespielt hatten, erklärte ich Felix, dass ich Schluss machen wollte, weil ich Hunger hatte

Felix schaute mich derartig verständnislos an, dass ich den Hunger unterdrückte und tapfer weiter spielte.

Ich glaube, viel Spaß hatte er als mein Lehrer nicht

Umso herzlicher bedankte ich mich bei ihm für seine Hilfe - ich hatte tatsächlich eine Menge von ihm gelernt.

Am nächsten Morgen hätte ich fast den Fahrdienst verpasst.

Aber mein Arbeitstag lief prima und mein Chef war so erfreut über meine neuen Logik-Kenntnisse, dass er mich beförderte, zur Schreibtischstute.

Eine Bonuszahlung bekam ich von ihm auch, und natürlich hatte ich
nichts Besseres zu tun, als das Geld sofort wieder auszugeben. Ich
kaufte mir eine Dusche, einen Handtuchhalter und einen kleinen
Duschvorleger; alles im Sonderangebot (sonst hätte ich es mir auch nicht
leisten können), weil offenbar niemand dieses Muster haben wollte. All
das ließ ich oben in dem großen leeren Raum aufstellen, an der Stelle, an der ich in meinen Träumen mein zukünftiges Badezimmer plante.

Natürlich weihte ich meine Neuerwerbungen sofort ein - es war so herrlich, in meiner eigenen Dusche zu duschen!

Ich war so beschwingt und beseelt, dass mir auch die Reparatur des mal wieder kaputten Waschtischs...

...und die Reinigung des verstopften Klos schnell und leicht von der Hand gingen.

Weil ich noch nicht müde war, radelte ich im Dunkeln nochmal los, zu der kleinen Bibliothek, die es in Idyllingen Heights gab.

Felix hatte mir erzählt, dass ich hier kostenlos Lehrbücher über Logik lesen könne.

Und genau das tat ich.

Höchst stolz auf mich, meine neuen Logikfähigkeiten und meine neue Dusche ging ich dann später schlafen.

Am nächsten Tag ging ich nach dem Dienst wieder in den Park - mich hatte das Schach- bzw. Logik-Lernfieber gepackt. Ich spielte eine Partie gegen Denise.

Es war unglaublich - ich gewann! Denise fand das leider gar nicht lustig und ging etwas beleidigt.

Da ich aber noch weiter spielen wollte, fragte ich Betty, ob sie mit mir spielen würde. Natürlich erklärte ich ihr, warum ich neuerdings aufs Schachspielen so versessen war.

Unsere Partie war so spannend, dass wir bald Zuschauer hatten.

Lange war unklar, wer den Siegerpokal für dieses Match gewinnen würde - am Ende war es Betty.

Ein bisschen peinlich war mir allerdings, dass selbst schon die Kinder von Idylligen Heights wussten, warum ich neuerdings ständig am Schachtisch anzutreffen war.

Maries Sicht der Dinge - 9. Kapitel