Am nächsten Morgen guckte ich natürlich als erstes in meinen neuen Kühlschrank.

Und ich aß mein erstes Frühstück zuhause, aus meinem eigenen Kühlschrank; es war ein köstliches Marmeladen-Brot.

Es war ein so schönes Gefühl und so lecker, dass ich all meine Manieren vergaß.

Bester Laune ging ich zur Arbeit, aber als ich wieder kam, traf mich ein Schock - schon wieder eine Rechnung!

Ich konnte sie zwar bezahlen, aber damit war dann mein Geld wieder fast vollständig weg. Ich war total frustriert und brauchte dringend Aufmunterung; also rief ich Ashley an und fragte sie,
ob sie nicht vorbei kommen könne.

Ich räumte noch schnell den Frühstücksteller weg...

...und dann war sie auch schon da - mein erster Besuch in meiner alten Villa!

Sie hatte mir ein Geschenk mitgebracht, einen Stuhl!

Sie hatte ihn auf dem Flohmarkt gefunden und selbst restauriert; es war genau der gleiche Stuhl, wie ich ihn schon hatte. Ich war ihr so dankbar!

Ashley testete auch gleich mein Bett, sie wollte wissen, ob es sich lohne, es zu restaurieren oder ob ich besser ein neues kaufen sollte. Mit dem Ergebnis des Tests schien sie sehr zufrieden.

Ich hatte uns eine Dosensuppe aus meinem neuen Kühlschrank aufgemacht, die ich kalt serviert hatte - ich hatte ja weder einen Herd noch eine Mikrowelle. Aber Ashley mochte keine kalte Suppe.

Ich versprach ihr, sobald wie möglich etwas richtiges zu kochen.

Das schien Ashley sehr zu freuen - sie kannte meine Kochkünste ja auch nicht.

Dann wurde sie müde...

...und wir verabschiedeten uns.

Am nächsten Tag kam ich nach der Arbeit furchtbar sauer aus dem Polizeirevier.

Mein Chef hatte mich angemeckert, weil ich immer noch nichts für meine Logik getan hatte, und auch das grässliche Buch, dass er mir empfohlen hatte ('So vermeidet man Betonschuhe') hatte ich nicht gelesen.

Schmutzig war ich auch noch; ich war nach Ashleys Besuch nicht mehr ins Mini-Fit gegangen und heute morgen hatte ich keine Zeit dazu gehabt.
Ich musste dringend etwas für meine Laune und meine Sauberkeit tun. Also rannte ich los.

Um die Ecke vom Polizeirevier war das Familien-Bad und auch dort gab es öffentliche und kostenlose Duschen.

Nachdem ich wieder sauber war, grillte ich mir ein paar Marshmellows, was zwei andere Simsinen anlockte. Die eine war Annuska, die sich vor ein paar Tagen nicht hatte mit mir anfreunden wollen,
und die andere hieß Katja und war ihre Mitbewohnerin.

Mit Katja spielte ich noch eine Runde Tischfußball. Sie erzählte mir dabei von ihren Zukunftsträumen.

Das war nun mal wieder ein Thema, mit dem ich gar nichts anfangen konnte. Nicht, dass ich was gegen Kinder habe, aber sie interessieren mich einfach nicht. Ich hörte aber trotzdem weiter geduldig zu.

Allerdings nutzte ich die erste Gelgenheit, um das Thema zu wechseln; ich fand, dass jetzt mal mein Lieblingsthema an der Reihe wäre.

Und ich erzählte, dass ich mich nach all der Duscherei in öffentlichen Duschen nach einer eigenen Badewanne sehnte.

Dann musste Katja leider gehen und ich beendete den Abend mit der pflichtbewussten Lekture des Betonschuh-Buches.

Maries Sicht der Dinge - 6. Kapitel