Da ich am nächsten Morgen keine Lust auf ein Frühstück in der Riesenküche hatte, machte ich mich auf den Weg ins Café am Marktplatz.

Ich bestellte wieder eine französische Spezialität, nämlich Bouillabaise.

Leider hatte ich nicht gewusst, dass das Fischsuppe ist.

Dann fuhr ich zum Haus der Vignols; ich wollte dort wegen des kleinen Grundstücks fragen.

Hoffnungsvoll klingelte ich an der Türe.

Ein sehr freundlicher junger Franzose begrüßte mich und stellte sich als Auguste Vignol vor.

Er bat mich ins Haus. Da ich ihn sehr nett fand, erzählte ich munter drauflos, auch von dem Obst, das ich früher immer im Park geklaut hatte.

Er fand das offenbar sehr amüsant.

Dann fragte ich wegen des kleinen Häuschens auf dem schönen Grundstück.

Ich wollte es so gerne für einige Tage mieten - und er war einverstanden!

Wir unterhielten uns sehr angeregt über das Aussähen von Nektar-Pflanzen, als plötzlich eine ältere Dame auftauchte.

Sie fand unser angeregtes Gespräch offenbar langweilig.

Sie begrüßte mich ausgesprochen mürrisch...

...und unfreundlich.

Es war Madame Vignol, Augustes Mutter. Ich bemühte mich, sehr höflich zu ihr zu sein, was Auguste offenbar sehr gut gefiel.

Auguste schlug vor, dass er und ich zu dem kleinen Grundstück fahren und dort alles nötige besprechen sollten. Das fand ich eine gute Idee und wir zogen los.

Allerdings besprachen wir, als wir angekommen waren, gar nichts, sondern machten es uns in den Liegestühlen gemütlich...

...und schauten zusammen auf den Fluss.

Dann entschuldigte er sich für das Benehmen seiner Mutter; seit dem Tod seines Vaters sei sie ein bisschen merkwürdig.

Ich sagte ihm, er solle sich keine Gedanken machen; seine Mutter wäre schon in Ordnung.

Die Zeit verging rasend schnell und wir hatten viel Spaß.

Plötzlich fragte Auguste mich, ob ich verheiratet sei oder einen Freund habe.

Mir wurde ganz wackelig, aber ich rannte nicht weg. Ich verneinte, was ihn sehr zu freuen schien.

Eine Weile sagte er gar nichts.

Ich sah ihn nur an - so wie jetzt hatte ich mich noch nie gefühlt.

Ich sei so frisch und strahlend wie eine Rose, sagte er mir.

Ich fühlte mich ganz merkwürdig, aber es war ein wunderschönes Gefühl.

Er gestand mir, dass sein Herz mächtig für mich schlüge.

Ich konnte kaum glauben, was ich da hörte.

Dann holte uns die Realität wieder ein - mein Magen knurrte laut. Während ich in das kleine Bad-Steinhäuschen verschwand, begann Auguste, für uns Würstchen zu grillen.

Er machte das so schön!

Es schmeckte vorzüglich und wir hatten es wunderbar gemütlich und schön.

Mein guter Appetit schien Auguste sehr zu gefallen.

Nach dem Essen sagte er mir, dass er fände, dass wir beide sehr gut zusammen passen würden.

Das fand ich auch.

Maries Sicht der Dinge - 24. Kapitel