Maries Sicht der Dinge - 23. Kapitel


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Kaum war ich zuhause, setzte ich mich an meinen PC und suchte im Internet nach Informationen über Frankreich.


Ich fand jede Menge. Auch ein Einzelbett in einer Pension in einem kleinen Städtchen konnte ich buchen.


Früh am nächsten Morgen packte ich mein Gepäck in mein Auto...


...und machte mich auf die Reise.


An die Fahrt kann ich mich nicht mehr genau erinnern; ich weiß nur noch, dass es erstaunlich schnell ging und ich viel früher als erwartet vor meiner gebuchten Pension stand.


Ich ging hinein - es war menschenleer. Es gab eine riesige Küche mit Essraum...


...einen Wohnbereich...


...und - das dürfte ja nicht wahr sein! - einen Schlafsaal mit sechs Betten. Sollte ich im Ernst die Nacht mit wildfremden Simsen in einem Zimmer verbringen?


Ich beschloss, mir eine andere Unterkunft zu suchen; hier wollte ich nicht länger als nötig bleiben. Aber zuerst machte ich mich auf den Weg zum Stadtzentrum; ich musste herausfinden, wo ich etwas über Nektarherstellung lernen konnte.

Da die Straßen sehr eng waren, stellte das Tourismusbüro jedem Touristen einen Roller zur Verfügung - das machte richtig Spaß!


Im Zentrum gab es einen hübschen Marktplatz mit einigen Geschäften.


Ich sprach vor einem der Geschäfte eine Simsine an und frage, ob sie mir sagen könnte, wo ich etwas über Nektarherstellung lernen könne, aber sie konnte mir nicht helfen; sie war auch Touristin.


Ich entdeckte einen kleinen Laden mit Nektarfässern vor dem Haus - hier konnte man mir bestimmt Auskunft geben.


Leider war auch das kein Nektar-, sondern ein Andenkenladen, aber die Verkäuferin wusste trotzdem Bescheid und erklärte mir, dass ich ins Nektarium fahren müsse. Freundlicherweise erklärte sie mir auch den Weg dorthin.


Ich rollterte los. Auf meinem Weg zum Nektarium kam ich an einem ganz kleinen, wunderhübschen Grundstück, direkt am Fluss, vorbei.


Neugierig hielt ich an, um mir das Grundstück anzusehen. Es gab außer dem kleinen Steinhäuschen ein Zelt dort, einen kleinen Grillplatz und zwei Liegestühle.


Ich setzte mich in einen der Liegestühle...


...und genoss die herrliche Aussicht.


Nach einer Weile verließ ich das Grundstück wieder, fest entschlossen, hier meinen Urlaub zu verbringen. Ich musste nur den Besitzer dieses kleinen Paradieses ausfindig machen.


Ich fuhr zum Nektarium.


Auch hier gab es eine freundliche Verkäuferin, deren Hobby französische Volkslieder waren.


Sie bestand darauf, mir eines dieser Lieder beizubringen.


Ich erzählte ihr von dem paradiesischen Grundstück, dass ich gefunden hatte und frage, ob sie wisse, wem es gehöre.


Das Grundstück, sagte sie, habe dem verstorbenen Monsieur Vignol gehört; wenn ich Interesse daran habe, müsse ich mit seinem Sohn sprechen.


Sie erklärte mir auch, dass man im Keller des Nektariums Nektarherstellung üben könne


Draußen gab es ein Feld mit verschiedenen Nektar-Pflanzen; dort dürfte man die benötigten Trauben ernten.


Das Feld war so groß, dass ich bis in die Dunkelheit hinein mit der Ernte beschäftigt war.


Da es zum Nekar herstellen zu spät war, fuhr ich wieder zurück ins Städtchen.


Im Café am Marktplatz aß ich zum Abendessen eine französische Spezialität, Crêpes - sehr viel anders als meine Pfannekuchen zuhause schmeckten sie allerdings nicht.


Dann kehrte ich zurück in meine wenig einladende Pension...


...und legte mich in dem ungemütlichen Schlafsaal schlafen.


Meine Träume waren ganz offenbar mitgereist, denn auch hier träumte ich die ständig wiederkehrenden, merkwürdigen Träume, sogar noch intensiver als zuhause.



Aber wenigstens blieb ich im Schlafsaal alleine. Die Pension schien nicht nur bei mir unbeliebt zu sein.


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