Am nächsten Tag erwartete mich, als ich von der Arbeit nach Hause kam, ein ziemliches Chaos.

Ich musste unbedingt Ashleys Ratschlag mehr beherzigen und regelmäßiger Geschirr spülen.

Ich war ziemlich hungrig, aber wo grade wieder alles sauber war, wollte ich nicht schon wieder Geschirr schmutzig machen. Also zog ich los.

Ich hatte gehört, dass neben dem Theater ein weiterer Imbiss aufgemacht hatte und ich beschloss, ihn auf seine Hamburger-Qualitäten hin zu testen.

Gut sah er ja aus, der Hamburger, den die freundliche Simsine hinter der Kasse mir gegeben hatte.

Und er schmeckte auch vorzüglich.

Ich hatte grade aufgegessen, als die Simsine mir völlig zusammenhanglos erklärte, dass es bei ihr keine Gänsekeulen gäbe.

Mir war das ziemlich egal - Hauptsache, es gab Hamburger.

Freundlicherweise war sie bereit, mir ein paar Fragen bezüglich ihres Imbisses zu beantworten; ich brauchte neues Material für meine Berichte.

In der Nacht träumte ich von gutem Essen.

Dass in meinen Träumen allerdings auch schmutzige Teller vorkamen, fand ich völlig überflüssig.

Am nächsten Tag machte mir mein Chef bei der Arbeit einen sehr merkwürdigen Vorschlag. Er meinte, ich sollte Kampfsport lernen; das wäre gut für meine Karriere.
Ich lehnte diesen Vorschlag empört ab - sah ich etwa so aus, als ob ich in irgendeiner Hinsicht sportlich oder an Kampfsport interessiert wäre?

Zuhause studierte ich gemütlich die Zeitung. Zu meiner großen Freude las ich, dass Ashley und ihr Mann Eltern eines kleines Mädchens namens Eleana geworden waren.

Natürlich machte ich mich sofort auf den Weg...

...und fuhr los, um Eleana kennen zu lernen.

Bei Ashley angekommen, gratulierte ich ihr zuerst herzlich.

Dann war es so weit und sie zeigte mir ganz stolz ihre kleine Tochter.

Ich dürfte sie auf den Arm nehmen.

Es war ein sehr merkwürdiges...

...aber auch sehr schönes Gefühl.

Sogar die Flasche dürfte ich ihr geben.

Eleana war so niedlich!

Ich legte sie zu ihrem Teddy in ihr Bettchen.

Unten hatte Ashleys Mann inzwischen Abendessen gemacht und ich ließ es mir schmecken.

Typisch Ashley! Ich hatte noch nicht aufgegessen, da räumte sie schon wieder auf.

Ashley hatte die Hamburger, die sie mir versprochen hatte, nicht vergessen; sie sagte, dass sie mich in den nächsten Tagen dazu einladen würde.

Kurz danach verabschiedete ich mich; es war schon spät und ich musste am nächsten Morgen früh raus.

In letzter Zeit träumte ich nachts immer heftig; früher hatte ich immer traumlos geschlafen. Diese Nacht fing es ganz harmlos an, mit dem Kampfsport, den ich nicht lernen wollte.

Aber dann wurden meine Träume sehr merkwürdig.



War es ein Wunder, dass ich am nächsten Morgen sehr nachdenklich aufstand?

Maries Sicht der Dinge - 21. Kapitel