Am nächsten Tag musste ich wieder arbeiten und wurde mal wieder befördert; diesmal zur Tatort-Technikerin. In dieser Eigenschaft musste ich nach dem Dienst direkt zu einem Tatort fahren.

Der Tatort war in der Kaserne.

Komischerweise war niemand zu sehen, aber ich beeilte mich natürlich trotzdem.

Gefallen hatte mir die Arbeit am Tatort nicht; hoffentlich wurde ich möglichst schnell nochmal befördert, denn diese Arbeit machte mir überhaupt keinen Spaß.

Der Vorteil des neuen Jobs war allerdings, dass ich jetzt wieder Logikwissen brauchte und so im Park noch ein bisschen Schach spielen gehen konnte, mit einer netten Simsine,
die erzählte, dass sie frisch verheiratet sei.

Leider musste sie schon bald gehen.

Ich spielte noch ein bisschen alleine weiter...

...und genehmigte mir dann zum Tagesabschluss einen Hotdog an einem gedeckten Picknick-Tisch; Hamburger gab es leider nicht.

Am nächsten Tag wurde ich leider nicht befördert, weil mir Logikwissen fehlte. Also beschloss ich, zum ersten Mal die Buchhandlung in Idyllingen Heights zu besuchen und mir ein Logik-Buch zu kaufen.

Ich wollte mich grade mit meinem neuen Buch auf einer Bank niederlassen, als Ashley aus der Buchhandlung kam; ich hatte sie im Laden gar nicht gesehen.

Sie hatte einen kugelrunden Babybauch und erzählte von ihren Einkäufen für ihr Baby.

Bauklötze hatte sie auch schon gekauft...

...und ganz besonders niedliche Babyschuhe.

Es war schon komisch; eigentlich konnte ich ja mit Kindern gar nichts anfangen, aber Ashleys Freude über das Baby war so ansteckend, dass es mir richtig Spaß machte, ihr zuzuhören.

Es war auch schön zu fühlen, wie sich das Baby in ihrem Bauch bewegte.

Ich horchte sogar an ihrem Bauch, aber leider konnte ich nichts hören.

Dann ging Ashley nach Hause und ich fing an, in meinem Buch zu lesen.

Pias Mann, der auf der Bank neben mir saß, schaute mir äußerst skeptisch beim Lesen zu; offenbar hatte er den Eindruck, dass ich eh nicht verstehen würde, was sich da las. Und ganz Unrecht hatte er nicht.

So war ich nicht unfroh, als mich die Simsine, die ich am ersten Tag am Rathaus kennen gelernt hatte, in meiner Lektüre störte. Sie sprach mich an und bat mich,
ihr doch bei den anstehenden Bürgermeisterwahlen meine Stimme zu geben.

Sie kandidiere für das Bürgermeiseramt, sagte sie, nicht um viel Geld zu verdienen, denn das Bürgermeistergehalt sei eher klein.

Sie wolle mit schwarzen Kassen aufräumen und alles weiß und leicht verständlich machen.

Ihre Bücher würden immer seriös geführt werden.

Das Thema 'Bücher' war mein Stichwort. Ob ich wohl einen Bericht über sie schreiben durfte?

Ich durfte und sie erklärte mir, dass sie schwungvoll handeln...

...und allem Unseriösen eine Absage erteilen würde.

Ich schrieb eifrig mit; mein nächster Bericht war gesichert!

Wieder zuhause warf ich einen Blick in die Zeitung. Dort las ich, dass gegen Bodo Borgmann ein Gerichtsverfahren wegen Betrugs eröffnet worden war.

Grinsend aß ich mein Abendessen.

Maries Sicht der Dinge - 20. Kapitel