Meine Neuerwerbungen mussten die Nacht leider draußen verbringen.

Aber am nächsten Morgen, nachdem ich auch den Rest der Wände lackiert hatte, holte ich sie rein. Der Herd kam natürlich in die Küche.

Den Schreibtisch und das Sofas stellte ich in mein Schlafzimmer, das irgendwann einmal mein Wohnzimmer werden sollte.

An einem Fensterrahmen hatte ich mich renovierungstechnisch auch schon mal versucht; das Ergebnis war zwar nicht wie neu, aber es ging.

Als ich dann auch noch den Boden geschrubbt und gekälkt hatte, war ich einfach nur glücklich - meine 'neue' Küche, auch wenn sie noch nicht fertig war, gefiel mir so gut!

Den Feuermelder hatte ich natürlich auch aufgehängt.

Leider hatte ich allerdings vergessen, eine Küchentheke zu kaufen; ohne die nützte mir der Herd aber gar nichts, weil ich nichts hatte, wo ich etwas hätte zubereiten können.
Also radelte ich noch schnell beim Supermarkt vorbei und investierte
das Geld, dass ich eigentlich als Sicherheit zurückbehalten wollte, in
eine Theke mit robuster Arbeitsplatte.

Die ebenfalls zurückbehaltenen 400 Simoleons waren jetzt auch fällig. Ich hatte Ashley ja versprochen, ihr etwas zu kochen, wenn ich einen Herd hätte; nun hatte ich einen -
und schreckliche Angst, mich beim Kochen zu blamieren. Deshalb machte ich im Rathaus-Bistro einen Kochkurs.

Wieder zuhause beschloss ich, gleich loszulegen. Ich inspizierte den Inhalt meines Kühlschranks und entschied mich für Apfelpfannekuchen.

Ich weihte die neue Küchentheke ein, die der Supermarkt schon gebracht hatte, und es ging auch alles erstaunlich glatt.



Allerdings nur bis kurz vor Schluss.

Zum Glück hatte ich Ashley noch nicht eingeladen; das mit den Pfannekuchen musste ich wohl noch was üben.

Also aß ich alleine verbrannte Apfelpfannekuchen, aber so schlecht waren sie gar nicht.

Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, später im Park einer staunenden Zuhörerschaft von meinen Versuchen zu erzählen.

Am nächsten Morgen ging ich, obwohl es Sonntag war und ich frei hatte, in Uniform aus dem Haus.

Ich musste ja noch zwei weitere, mir unbekannte Simse über die Polizeipräsenz aufklären. Ich radelte zu einem kleinen Häuschen und klingelte; laut meinen Unterlagen
wohnten hier Marianne Semmel und Heinz Vandammer.

Heinz Vandammer öffnete mir und ich erklärte ihm pflichtbewusst, dass er keinerlei Sorgen um sein Eigentum haben müsse - die Polizei wäre ebenso zuverlässig wie die Sonne in Idyllingen Heights, die immer schien.

Ich war grade mitten im Erklären, als eine Türe aufging und Katja aus der WG in der Villa an der Klippe ins Zimmer kam. Heinz erklärte mir, er und Katja wären frisch verheiratet
und nun würden sie zu Dritt in diesem Haus wohnen.

Er hatte nur Augen für seine junge Frau.


Die beiden warfen sich ständig Blicke zu.

Als das Gespräch dann sehr privat wurde...

...verabschiedete ich mich lieber und nahm den dritten und letzten aufklärungsbedürftigen Sim in Angriff; er wohnte in einem Haus, weit ab von der Straße an einem See.

Leider öffnete niemand.

Ich lauerte durch die Fenster, aber es war tatsächlich niemand da.

Ich beschloss, auf August Nagemeier (so hieß der Bewohner des Hauses) zu warten; ich wollte den weiten Weg nicht nochmal machen müssen.

Eineinhalb Stunden später kam er dann schließlich.

Er bat mich ins Haus und ich erklärte ihm dort, dass sein Grundstück so weit ab der Straße wäre, dass leider kein Polizeiauto bis zum Haus fahren könne.

Er müsse sich aber keine Sorgen machen; die Polizei wäre trotzdem sein Freund und Helfer und würde sein Haus bewachen.

Ihm sei das alles egal, sagte er, solange kein Panzer über seine Wiese fahren würde.

Ich frage, ob ich ihn wohl für meine Berichte befragen dürfe, und ich durfte. Allerdings waren seine Antworten auf meine Fragen etwas merkwürdig.



Nun hatte ich die Aufgabe meines Chefs erfüllt; er hatte mir versprochen, dass das gut für meine Karriere wäre, was
auch dringend nötig war, nachdem ich am Freitag den Dienst geschwänzt hatte.
Ich ging noch schnell am Bibliothekscomputer die Berichte über Pia und August schreiben.
Jetzt konnte ich der neuen Woche wirklich gelassen entgegen sehen.

Maries Sicht der Dinge - 15. Kapitel