Maries Sicht der Dinge - 14. Kapitel


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Am nächsten Morgen holte mich zum ersten Mal ein waschechtes Polizeiauto zum Dienst ab.


Bei der Arbeit sagte mir mein Chef, ich müsse unbedingt mit dem Berichte schreiben anfangen. Dazu brauchte man allerdings einen Computer, den ich nicht hatte, aber zum Glück gab es in der Bibliothek auch PC-Arbeitsplätze, die jeder benutzen durfte.


Dankenswerterweise gab der PC seinen Geist erst auf, als ich den Bericht über Samuel Hanks fertig hatte.


Außerdem hatte mir mein Chef gesagt, ich solle drei mir unbekannte Simse Zuhause besuchen und ihnen erklären, dass die Polizei in den Wohngebieten von Idyllingen Heights immer präsent wäre. Das war eine nicht ganz einfache Aufgabe, weil ich inzwischen eine Menge Simse kannte. Ich überlegte eine Weile und radelte dann los, zu einem Haus, dessen Bewohner ich tatsächlich nicht kannte.


Leider war niemand zu Hause.


Ich beschloss, es einfach am Nebenhaus zu versuchen.


Sehr sinnig war das nicht, denn hier wohnte meine Kollegin Pia, die ich zum einen ja schon kannte und der ich zum anderen nun wirklich nichts über Polizeipräsenz erzählen brauchte.


Aber sie hatte einen Mitbewohner - und den kannte ich nicht! Ich fing erst mal mit einem unverfänglichen Thema an.


Dann erklärte ich ihm, dass er in seinem Haus völlig beruhigt leben könne, da die Polizei ständig präsent wäre, was ihm voraussichtlich - dank Pia - nicht neu war.


Mir kam die gute Idee, dass ich die Gelegenheit doch auch direkt für einen neuen Bericht nutzen könnte und frage, ob ich ihn befragen dürfe, damit ich auf dem Bibliothekscomputer einen Bericht über ihn schreiben könne.


Leider fand er diese Idee, im Gegensatz zu mir, nicht gut.


Also musste Pia für die Befragung herhalten, was sie allerdings auch nicht zu begeistern schien.


Als dann auch noch mein Telefon klingelte und ich dran ging, hatte ich den deutlichen Eindruck, überflüssig zu sein.


Ich beendete das Telefonat ganz schnell und radelte durch eine wunderschöne Nacht nach Hause.


Am nächsten Morgen verpasste ich absichtlich die Fahrgemeinschaft; nicht nur ich...


...sondern auch mein Haushalt...


...brauchte dringend eine Überholung.


Nachdem das Klo und ich wieder sauber und der Waschtisch (zum x-ten Mal!) repariert waren, nutzte ich den gewonnen Tag und ging in den Supermarkt.


Ich hatte genau gerechnet: Ich hatte mittlerweile knappe 3.300 Simoleons auf dem Konto und konnte ein paar Dinge anschaffen. Ich kaufte einen Herd, ein Sofa, einen Schreibtisch samt Schreibtischstuhl und diverse Kleinigkeiten, unter anderem einen Feuermelder (bei meinem Pech war ein Herd ohne Feuermelder Wahnsinn), einige Dosen gelbe Farbe in verschiedenen Tönungen und Messingputzpaste für meine Kerzenleuchter. Danach hatte ich noch über 1.000 Simoleons übrig; 400 davon hatte ich für einen ganz besonderen Zweck vorgesehen und den Rest wollte ich gerne als Sicherheit behalten.

Als ich nach Haus kam, hatte der Supermarkt schon alles geliefert und vor dem Haus abgestellt; die Kleinigkeiten waren in einer Holzkiste verpackt.


Zuerst beseitigte ich noch die Folgen des kaputten Waschtischs.


Dann packte ich die Messingputzpaste aus und polierte meine Kerzenleuchter, bis sie glänzten.


Nachdem ich dann noch die die oberen Teile und die Querleisten der Wandverkleidung farblich aufgefrischt hatte, hatte ich mir ein riesengroßes Eis verdient.


Da die Lackiererei sehr anstrengend gewesen war, ging ich noch ein bisschen in den Park, um zu entspannen.


Im Park tauchte auch wieder der unheimliche Sim auf, der Bodo Borgmann hieß, wie ich inzwischen ja wusste. Das Komische war, dass ich gar keine Angst mehr vor ihm hatte; er war mir einfach nur lästig.


Auch als er etwas später, als ich ein bisschen Schach spielte, neben meinem Schachtisch auftauchte und mich offensichtlich auf den Mond wünschte, ließ ich mich nicht einschüchtern.


Im Gegenteil: Ich stand auf und sagte ihm, dass er verschwinden und mich endlich in Ruhe lassen solle.


Er tat zwar so, als ob ihn das überhaupt nicht beeindrucken würde, aber ich hatte das deutliche Gefühl, einen kleinen Sieg errungen zu haben.


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